Heute ist ein Feiertag und ich wurde von Marcel und seinen Freunden eingeladen, einen der vielen Berge hier zu besteigen. Zur angenehmen Mittagszeit ging es in Downtown Waterfront Station los. Um zum Fuß des „Grouse Mountain“ zu gelangen, fährt man am besten mit dem SeaBus nach North Vancouver. Ja, richtig… zwischen den Stadtteilen liegt zum Teil sehr viel Wasser und die Fähre wird hier SeaBus genannt. Diese fährt ca. alle 30 Minuten. Wenn man, wie ich, eine Monatskarte (BusPass) besitzt kann man sonntags sogar noch 1 Menschen mitnehmen oder so viele Kinder wie man will.
Drüben angekommen gehts es dann mit Bus zum Rande des Berges und dann durch den Wald steil nach oben. Es galt ca. 1200 Höhenmeter zu überwinden. Hätte ich gewusst, was da auf mich zukommt, ich glaube, ich hätte doch lieber die Gondel für $30 genommen. Angedacht war für den Aufstieg ca. 1 Stunde. Wir haben den „leichten“ Weg genommen und trotzdem war ich das Schlusslicht (ich musste ja auch ne Menge Fotos schießen
). Zum Glück hatte Will ein Herz für ungeübte Hiker und wartete immer wieder auf mich. Die Natur ist einfach toll hier und vor allem die riesengroßen Bäume. Der Weg, soweit man das Weg nennen kann, bestand neben den großen Wurzeln der Bäume auch zum Teil aus kleinen Bächen. Wasserfeste Schuhe sind also echt angebracht.
Trotz Wills gutem Willen (hi: schönes Wortspiel) sind wir dann kurz vorm Ziel doch verlorengegangen und nachdem ich ca. eine dreiviertel Stunde allein weitergestapft bin, hörte ich plötzlich weit entfernt einen Will ganz aufgeregt meinen Namen rufen. Ein anderer Wandere hat ihn doch echt erklären wollen, dass dies schon der Gipfel sei und kehrte dann einfach um. Das hat Will so verwirrt, dass er plötzlich völlig orientierungslos durch den Wald „gegast“ ist.
Ich muss sagen, dass auch ich zwischendurch nicht mehr damit gerechnet habe, den Gipfel heute noch zu sehen. Die Bäume nahmen einfach kein Ende. Wie ich aber später erfuhr, wachsen diese anders als in den Alpen bis zum Gipfel hinauf.
Nach sage und schreibe 2,5 Stunden war auch ich endlich am Ziel meiner Träume und am Ende meiner Kräfte. Teilweise stand ich im Wald und der Dampf stieg mir buchstäblich aus allen Poren.
Der Blick vom Berg und das hier ansässige Restaurant entschädigen jedoch mehr als genug für die Strapaze. Nach einer kurzen Pause zum Aufwärmen, Trocknen und Kräfte sammeln, schauten wir uns den Grizzly-Bären an und genoßen natürlich auch die tolle Aussicht. Hier oben hat man außerdem die Möglichkeit die berühmten Beaver-Tails zu probieren, aber irgendwie stand mir der Sinn nicht danach, an Biberschwänzen zu knabbern.
Der Abstieg war zum Glück viel leichter und schneller, denn nun wurde die Gondel benutzt. Die Abfahrt kostet auch nur $5 (wer hätte es gedacht…) und war echt lustig mit Bauchkribbeln wie beim Achterbahnfahren. Nach 5 Minuten war alles vorbei und nun standen wir (ich halbtot) wieder am Fusse des mächtigen Grouse Mountain.
Belohnung muss sein, dachte ich mir und deshalb kaufte ich mir auf der Rücktour noch schnell eine Packung echte Kalifornische Erdbeeren. Die geben Kraft und sind soooooooo lecker… schmatz….
So sah nun mein Thanks Giving Weekend aus und es ging so schnell vorbei. Morgen geht es wieder zu BNW Travel (ich hoffe, ich kann mich noch bewegen).
Das ist absolutly beneidenswert…diese wunderbare Natur…Ich hoffe dir gefällts und die arbeit ist recht entspannt..Meld dich mal..
LG Judith
Hätte diese Art Strapazen in so einer wundervollen Nator sehr gern mit dir geteilt. Ich hoffe, du nimmt genut Eindrücke mit und kannst dann hier sehr lange davon zehren.
Lb. Gr. Annett
Leider schreibste in den letzten Tagen ein wenig wenig. Ich hoffe du hast nicht zuviel Stress auf Arbeit. Würd wieder gern mehr von dir lesen.
Gruss, Alex
Huhu Alex… sorry, hab im Moment viel um die Ohren, verspreche in den nächsten Tagen gibt es neuen Stoff zum Lesen… Bis denne